Rechte Aktivitäten im Mai 2021

Rechter Mai

Rechte Aktivitäten im Herzogtum im Mai 2021

Dieser Artikel Dokumentiert Rechte Aktivitäten und Gewalttaten im Herzogtum Lauenburg.

Der 1. Mai ist als symbolträchtiger Tag der Arbeiterbewegung seit jeher politisch stark umkämpft. Während wir mit der Antifa Jugend Lüneburg in Lüneburg und später in Hamburg auf der Straße waren, sammelten sich am 1. Mai im Herzogtum verschiedenste rechte Gruppierungen.

Gegen 11 Uhr Vormittags trafen sich am Kriegerdenkmal Schwarzenbek etwa ein Dutzend Neonazis um ihre geschichtsrevesionistischen Ansichten zu verbreiten. Eine klare Gruppenzuordnung ist nicht gesichert möglich.

Die NPD Herzogtum Lauenburg/Stormarn war am 1. Mai mit einigen Mitgliedern bei dem Neonazi-Aufmarsch in Greifswald beteiligt.

Am Nachmittag trafen sich vor dem Schwarzenbeker Amtsgericht sechs Mitglieder der sogenannten “Freiheitsboten Schwarzenbek”, einer rechtsoffenen, locker strukturierten coronaverharmlosenden Gruppe, um Rosen niederzulegen, Plakate aufzuhängen und Flyer zu verteilen. Dank der schnellen Intervention des Bündnisses “Das Herzogtum bleibt Nazifrei” konnten sie ihren Plan nicht verwirklichen und mussten schon nach etwa einer Stunde aufgeben.

Am Abend des 17. Mai versammelten sich Personen aus dem Neonazispektrum unter der Brücke in Schwarzenbek und bedrohten und verfolgten links-alternativ gekleidete Jugendliche. Dies zeigt die Gewaltbereitschaft einiger um Schwarzenbek lebenden Faschisten und verdeutlicht uns umso mehr, die Notwendigkeit Antifaschistischen Selbstschutzes.

Laut Interna des AfD-Kreisverbandes fand Ende Mai ein mäßig besuchter “Spaziergang” mit Mitgliedern des KVs und verschiedenen AfD Abgeordneten u.a. aus Eutin und Eckernförde statt.

Auffällig ist eine weitere starke Vernetzung der hiesigen Gruppen. So konnte Leif Kulina aus Büchen am 17. und 18. April in Nordhessen beim Bundeskongress der Jungen Alternative gesichtet werden. Wenige Tage später legte die AfD zusammen mit dem VOS Kränze in Gedenken an Michael Gartenschläger nieder.

An dieser Stelle wollen wir allen Aktivist*innen und besonders dem Bündnis “Das Herzogtum bleibt Nazifrei” für ihr Engagement danken. Gemeinsam heißt es “Das Herzogtum bleibt Nazifrei!”

Keinen Fußbreit den Faschisten!

Antifa in die Offensive!